Rassestandard des Mastin Espanol

 

 

 
 
Der Körperbau des Mastin Español ist kräftig und muskulös mit kompaktem Knochengerüst.
Er ist ein großer, schwerer Hund mit harmonischen Proportionen. Der Rumpf
ist rechteckig, d.h. die Körperlänge übertrifft etwas die Schulterhöhe.
Die Mindesgröße für Rüden beträgt 77 cm, für Hündinnen 72 cm, wobei nach
oben hin keine Grenzen gesetzt sind.
Der Kopf ist breit und kräftig mit einem wenig ausgeprägten Stop und der
Fang ist im Profil gesehen gerade, zur Nase hin sich allmählich verjüngend,
auf keine Fall spitz zulaufend. Die oberen Lefzen bedecken gut die unteren.
 
Die Ohren sind mittelgroß, hängend, oberhalb der Augenlinie angesetzt. Der
kurze, kräftige Hals hat eine doppelte Kehlwamme. Die Brust ist tief, breit
und mächtig.
 
Die Hinterhand ist kräftig und gut bemuskelt, mit angemessener Winkelung.
 
Der gesamte Bewegungsablauf sollte, trotz der Größe, harmonisch aussehen
und bei aller Masse ist der Mastin Español ein beweglicher Hund.
Er hat viel dicke, lose Haut und Stockhaar mit dichter Unterwolle. Gemäß
Rassestandard sind alle Farbschläge (rot, gelb, grau, schwarz, sand, gestromt,
weiß) zugelassen.
 
Zuchtstandard Mastin Español FCI
 
FCI-Standard N° 091
 
Spanischer Mastiff (Mastin Español)
 
Ursprung: Spanien
 
FCI-Klassifikation
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer-Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.2 Molosser, Berghunde. - Ohne Arbeitsprüfung
 
Namen
 
Spanischer Mastiff (Mastin español).
Mastin aus Léon (mastin leonés),
Mastin der Patremadura (mastin extremeno),
Mastin der Mancha (mastin manchego).
 
Verbreitung
Ganz Spanien, besonders die Berge und Alpen der Provinzen Asturien und Leon
des Kantabrischen Gebirges, der Entremadura, und im allgemeinen alle Hochweiden
und Gebiete, die von der Wanderschäferei betroffen sind, mit Ausnahme der
Pyrenäen von Aragon und Naverra und des Gebietes der Monegros, wo der Pyrenäen-
Mastiff verbreitet ist.
 
Gesamtbeschreibung
 
Der spanische Mastiff ist ein großer, schwerer, ebenmäßig gebauter Hund von
ausgewogenen Proportionen, kräftig und muskulös, mit kompakten Knochengerüst,
großem Kopf und halblangem Haarkleid.
 
Von liebevollem und sanftem Adel, tritt er Raubzeug und allem Fremden entschlossen
entgegen, besonders wenn er Landgüter und Vieh bewacht und verteidigt. Sein
Bellen ist rauh, schwer und tief und wegen seiner Stärke weithin vernehmbar.
 
Es handelt sich um einen sehr intelligenten und gleichzeitig schönen Hund;
beide Eigenschaften zeigen sich in seinem Ausdruck.
 
In seinem Benehmen zeigt er sich als selbstsicherer Hund, der seine Kräfte
dosiert anwendet, da er um seine enorme Kraft weiß.
 
Schulterhöhe
Nach oben unbegrenzt, wobei größere Exemplare innerhalb harmonischer Proportionen
bevorzugt werden.
 
Mindestgrößen
Rüden: 77 cm. - Hündinnen: 72 cm. Es ist anzustreben, daß diese Mindestgrößen
deutlich übertroffen werden, so daß Rüden 80 cm und Hündinnen 75 cm überschreiten.
 
Gestalt
Nicht ganz quadratisch, so daß die Körperlänge die Schulterhöhe übertrifft.
Proportion und funktionelle Harmonie in Stand und in der Bewegung sind das
angestrebte Ziel.
 
Verwendung
Bewachen und Verteidigen. Übermäßig scheue, feige oder unausgeglichene Tiere
sind aus der Zucht zu nehmen. Die Rasse ist fest mit der Wanderschaftshaltung
und besonders mit den Merinoschafen verbunden, die sie schon in den Zeiten
der mittelalterlichen Schafzuchtverbände (Mesta) begleitete und sie überall
dort gegen den Wolf und anderes Raubzeug verteidigte, wo die Herden zogen
oder sich zur Weide aufhielten. Auch heute begleitet die Rasse in ihrer überlieferten
Funktion Herden auf der Wanderschaft und auf der heimatlichen Weide. Daneben
ist ihre Aufgabe das Bewachen und Verteidigen von Häusern auf dem Lande,
Personen und Grundstücken.
 
II. Kopf
Gesamtbeschreibung:Groß, stark, in der Form eines Pyramidenstumpfes mit breiter
Basis. Dar Verhältnis Schädellänge - Fang ist 6 : 4. Von oben gesehen ist
die Gesamterscheinung von Fang und Schädel quadratisch und gleichmäßig ohne
zu starke Einschnürung beim Übergang vom Fang zu den Schläfen. Mäßig divergierende
Linien vorn Fang zum Schädel.
Schädel:
Breit, kräftig, im Profil gesehen wenig aufgewölbt, eher breiter als lang.
Betontes Hinterhauptbein.
 
Stop: Leicht, wenig ausgeprägt.
 
Fang
In Profil gesehen gerade. Von hinten gesehen fast rechteckig, zur Nase hin
allmählich sich verjüngend, bei weiterhin deutlicher Breite. Auf keinen Fall
spitz zulaufend.
 
Nasenschwamm: Schwarz, feucht, groß und breit.
 
Lefzen
Die oberen bedecken gut die unteren; die unteren mit üppigen Schleimhäuten,
ebenso an den Mundwinkeln. Die Schleimhäute müssen schwarz sein.
 
Zähne
Weiß, stark und gesund. Große, spitze und gut fassende Fangzähne. Starke,
mächtige Molaren. Schneidezähne eher klein, Scherengebiß. Alle Prämolaren
sind vorhanden.
 
Augen
Im Verhältnis zum Schädel klein, mandelförmig, vorzugsweise dunkel, haselnußfarben.
Aufmerksamer, sanfter und intelligenter Blick voll Adel, von großer Strenge gegenüber Fremden.
 
Augenlider
Dick, schwarz pigmentiert. Das untere Lid läßt einen Teil der konjunktiven
sehen.
 
Ohren
Mittelgroß, hängend, dreieckig, glatt. Oberhalb der Augenlinie angesetzt.
In der Ruhelage hängend und an den Wangen anliegend, ohne sich zu sehr an
den Schädel anzulehnen. In der Erregung vom Gesicht abstehend, teilweise
aufgerichtet im hinteren oberen Drittel. Nicht kupiert.
 
Gaumen: Schwarz mit deutlichen Rippen.
 
III. Hals
 
In der Form eines Kegelstumpfes, breit, kräftig, gut bemuskelt, wendig. Dicke,
lose Haut. Stark entwickelter doppelte Kehlwamme.
 
IV. Rumpf
 
Gesamteindruck:Rechteckig. Stark und robust, zeigt die enorme Kraft, aber
wenig und beweglich.
 
Widerrist: Ausgeprägt.
 
Rücken
Stark, gut bemuskelt, Rippen mit weiten Zwischenräumen, gut aufgewölbt, nicht
flach. Das Verhältnis Schulterhöhe - Mindesbrustumfang ist ungefähr 3 : 4.
Lende lang, breit und kräftig, zu den Weichen hin schmaler werdend.
 
Kruppe
Breit und stark. Etwa 45° gegen die Rückenlinie und die Horizontalegeneigt.
Höhe wie an der Schulter.
 
Rückenlinie: Gerade, waagerecht, auch in der Bewegung.
 
Brust: Breit, tief, gut bemuskelt, mächtig. Ausgeprägtes Brustbein.
 
Bauch und Flanken: Bauch wenig aufgezogen, Weichen heruntergezogen, breiteFlanken.
 
V. Rute
 
Am Ansatz sehr dick, weder zu hoch noch zu tief angesetzt. Stark, biegsam
und länger behaart als andere Körperteile. In der Ruhelage niedrig getragen,
die Sprunggelenke leicht erreichend, im letzten Viertel manchmal umgebogen.
In der Bewegung und bei Erregung trägt der Hund die Rute säbelförmig, am
Ende gedreht, aber nie ganz aufgebogen oder auf der Kruppe liegend.
 
VI. Vorderhand
 
Gesamteindruck

Vollkommen senkrecht. Gerade und parallel von vorne gesehen.

Der Unterarm ist dreimal so lang wie die Mittelhand. Starke Knochen mit kräfiger Mittelhand.
 
Schultern: Schräg, sehr gut bemuskelt, länger als der Unterarm,
 
Winkel Schulterblatt- Oberarm: Etwa 100°
 
Winkel Oberarm- Unterarm: Etwa 125°
 
Mittelhand: Von der Seite gesehen kaum geneigt. Sie ist praktisch die Fortsetzung
                              des Unterarmes. Kräfige Knochen.
 
Füße: Zehen katzenartig, eng stehend, Glieder stark, hoch und gut aufgeknöchelt.
              Nägel und Ballen robust und hart. Mäßig entwickelte behaarte Zwischenzehenhaut.
 
VII. Hinterhand:
 
Gesamteindruck: Kräftig, gut bemuskelt. Von der Seite gesehen angemessene
Winkelungen. Von vorne und im Profil gesehen senkrecht; Sprunggelenke gerade,
geeignet, um den Hund mit Leichtigkeit, Schwung und Eleganz den nötigen Schub
zu geben.
 
Oberschenkel: Stark und gut bemuskelt.
 
Winkel Becken- Oberschenkel: ca. 100°
 
Unterschenkel: Lange Laufknochen, gut bemuskelt, starke Knochen.
 
Winkel Oberschenkel- Unterschenkel: ca. 120°.
 
Sprunggelenke: Ausgeprägt mit klar definierter Sehne.
 
Winkel im Sprunggelenk: Offen, etwa 130°.
 
Füße: Katzenartig, fast oval. Einfache oder doppelte Wolfskrallen, die amputiert
               werden dürfen.
 
VIII. Bewegung
 
Hauptsächlich Trab, harmonisch, kräftig und gerade. Kein Paßgang.
 
IX. Haut
 
Elastisch, dick, reichlich, rosa mit dunkler Pigmentierung. Alle Schleimhäute
schwarz.
 
X. Haarkleid
 
Dicht, grob, halblang, glatt, auf dem ganzen Körper bis zwischen die Zehen.
Man unterscheidet zwei Haararten, einmal das Deckhaar auf dem Rücken, zum
anderen das Haar, das die Rippenpartie und die Flanken schützt. Kürzer an
den Gliedmaßen und länger und seidiger an der Rute.
 
XI. Farben
 
Unterschiedlich, wobei Einfarbigkeit - gelb, löwenfarbig, rot, schwarz, wolfsgrau
und hirschrot - zu bevorzugen ist. Auch kombinierte Farben wie gestromt,
mit weißer Halskrause und gescheckt.
 
XII. Fehler
 
Leichte
- Leichter Ramskopf im Profil gesehen. - Fehlen eines Prämolar, Zangengebiß.
- Schwache in der Bewegung verzerrte und wellenförmige Rückenlinie. - Etwas
schwache Mittelhand / Mittelfuß. - Leichte Scheuheit.
 
Schwere (Schließen die Vergabe der Wertnote "Vorzüglich" aus):
- Spitzer Fang.
- Nicht- unfallbedingter Verlust von mehreren Prämolaren oder Fangzähnen.
 
- Senkrücken.
- Starke Überbautheit.
- Schwache oder krumme Stellung der Extremitäten.
- Sehr lose Ellenbogen in der Bewegung.
- Kuhhessigkeit im Stand und in der Bewegung.
- Gewelltes, gekräuseltes oder zu langes Haar.
- Kupierte Behänge oder Rute
- Übermäßiges Entropium oder Ektropium.
- Unausgeglichenes Wesen, übermäßige Scheu oder Aggressivität.
- Schwache, lymphatische Erscheinung.
- Auf der Kruppe liegend getragene Rute.
Zuchtausschließende Fehler:
- Spaltnase.
- Jedweder Grad von Rückbiß (Unterbiß).
- Überstarker Vorbiß.
- Mangelnde Pigmentierung von Nasenschwamm und - Schleimhäuten begleitet
von hellen Augen.
- Monorchismus und Kryptorchismus.
 
N.B.: Rüden müssen zwei sichtlich normale, gut im Skrotum liegende Hoden
aufweisen

Quelle FCI

 

 

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Letzte Aktualisierung : Samstag, 09. Februar 2008 21:04:41

 

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